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Holzschädlinge: Der Feind im Holz – Teil 2

Im ersten Teil unseres Magazinartikels über Holzschädlinge wurde erläutert, wer genau der natürliche Feind des Holzes ist. Doch wie kann man Holzwurm, Splintholzkäfer und Kellerschwamm richtig bekämpfen, ohne noch mehr Schaden an Haus und Möbeln zu verursachen? Was ist die richtige Herangehensweise? Und was gilt es unbedingt zu beachten?

Zunächst einmal sollte beim Möbelkauf sowie der Holzwahl – zum Beispiel beim Hausbau – ein Experte herangezogen werden. Durch eine fachliche Begutachtung und Beratung kann das Ärgernis eines bereits bestehenden Befalls vermieden werden. Zudem kann Ihnen der Experte Tipps für die richtige Auswahl des passenden Holzes für Ihr Vorhaben geben. Spätestens, wenn Sie im Nachhinein auf den Befall aufmerksam werden, sollten Sie einen Experten zu Rate ziehen. Dieser hilft Ihnen bei der Unterscheidung zwischen tieirischen und pflanzlichen Schädlingen und berät Sie, ob Sie auf eine chemische oder biologische Holzschädlingsbekämpfung zurückgreifen sollten.

1. Chemische Holzschädlingsbekämpfung

Bei der chemischen Behandlung des Holzes gibt es zwei Möglichkeiten, zwischen denen man unterscheidet. Das eine ist die Behandlung der Holzoberfläche, das andere eine sogenannte Bohrlochinjektion. Bei beiden Varianten muss darauf geachtet werden, dass nur solche chemischen Bekämpfungsmittel eingesetzt werden, die im Holzschutzmittelverzeichnis zugelassen sind. Diese Mittel sind oft mit Nervengiften versetzt, die nicht nur dem Schädling, sondern auch dem Bekämpfenden oder den Menschen im Umfeld des behandelten Holzes schaden können. Der Einsatzort chemischer Mittel zur Holzschädlingsbekämpfung muss dementsprechend vorher gut geprüft werden. Von einer großflächigen Verwendung sowie dem Einsatz in Innenräumen wird daher abgeraten.

Einige chemische Mittel zur Holzschädlingsbekämpfung können bereits vorher ins Holz injiziert werden und somit auch vorbeugend gegen beispielsweise Pilzbefall wirken.

2. Biologische Holzschädlingsbekämpfung

Oft kann einem Schädlingsbefall bereits auf biologischem Wege entgegengewirkt werden. Man sollte wissen, dass sich tierische sowie pflanzliche Holzschädlinge vor allem in feuchtem Holz wohlfühlen. Sollte ein Möbelstück bereits befallen sein, kann es zum Trocknen in einen beheizten Raum gestellt werden. Die Larven und Sporen sterben ab, sobald zu wenig Feuchtigkeit im Holz vorhanden ist. Bei dem Bau neuer Möbel sollte darauf geachtet werden, dass das Holz so wenig Restfeuchtigkeit wie möglich besitzt. Lassen Sie sich hierfür von einem Experten beraten.

Sollte ein tragendes Stück Holz mit Holzwürmern befallen sein, kann man diese mit einem einfachen Trick hervorlocken: Eicheln. Sie reagieren auf die Leckereien und trauen sich aus dem Holz heraus. Im Anschluss kann das Holz weiter behandelt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Erwärmung des Holzes zur Bekämpfung tierischen Befalls. Wird das Holz über einen Zeitraum von circa einer Stunde auf 55 Grad erwärmt, gerinnt das Protein im Körper der Schädlinge. Sie sterben ab.

Dies sind nur einige Bekämpfungsarten für Holzschädlinge. Für eine professionelle und persönliche Beratung bezüglich Ihres Schädlingsbefalls stehen Andreas Herling und sein Team Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

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